Was ist ein Hobbyzüchter?

Contidogs vom Rosengrund

Wir züchten mit bestem Wissen und Verstand

Was ist ein Hobbyzüchter und wieso gibt es so viele Preisunterschiede?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bestimmt haben Sie sich schon oft gefragt, wieso die Züchter so unterschiedliche Preise haben?

 

 

Eine artgerechte Haltung und Aufzucht hat ihren Preis.

Deshalb muss bei "Super-Billigangeboten" davon ausgegangen werden, dass diese Preise nur deshalb möglich sind, weil es sich bei den Tieren um eine Massenzucht handelt, die einzig der Vermehrung dienen und viel Erlös zum Ziel haben!

 

Dieser "Züchter", auch Vermehrer oder Massenzüchter genannt, "produziert" Welpen wie am Fließband ( oft mit mehreren Rassen gleichzeitig ), ohne auf die Gesundheit der Welpen oder Muttertiere zu achten. Er möchte mit vielen Welpen und null bzw wenig Eigenkapital schnelles Geld verdienen.

Seine meist kranken Welpen verkauft er zum "Schleuderpreis".

 

Dann gibt es den Hobbyzüchter der keinem Verein angeschlossen ist.

Das bedeutet, dass der Züchter OHNE Kontrolle eines Vereins Hunde züchtet. Weder gibt es eine Wurfkontrolle durch einen Zuchtwart, noch sind die Voruntersuchungen und Zuchttauglichkeit des/der Muttertiers/Elterntiere Pflicht.

Somit könnten Welpen gezeugt werden, die evtl kranke Eltern haben. Züchter, die keinem Verein angehören, bekommen keine Ahnentafeln für ihre Welpen und somit sind Welpen ohne Ahnentafel (Papiere) billiger als Welpen mit Ahnentafel, aber wieder teurer als die Welpen des o.g. Vermehrers.

 

Und dann gibt es den Hobbyzüchter der einem Verein angeschlossen ist.

Das bedeutet, dass der Züchter MIT Kontrolle eines Vereins Hunde züchtet. Dieser bekommt für seine Welpen die Ahnentafel ( Papiere ).

Er unterliegt somit strengen Zuchtrichtlinien die eng am Tierschutzgesetz ausgerichtet sind. Diese Regeln stehen auch für die medizinische Versorgung der Welpen.

 

Dann gibt es den Züchter der gewerblich züchtet.

Auch dieser ist einem Verein angeschlossen. Ein gewerblicher Züchter hat 3 oder mehr fortpflanzungsfähige Hündinnen (können auch unterschiedlichster Rasse sein) und 3 oder mehr Würfe pro Jahr.

Oftmals haben diese Züchter eigene Angestellte, die sich um die Versorgung der Hunde kümmern.

Ein gewerblicher Züchter MUSS außerdem Steuern an das Finanzamt zahlen.

Somit verkauft der gewerbliche Züchter wahrscheinlich seine Tiere am teuersten.

 

 

Ich bin Hobbyzüchter der einem Verein angeschlossen ist und habe somit folgende Kosten:

 

1.) Vereinsbeiträge und Ausstellungsbesuche

 

2.) HD-Röntgen, Keilwirbel-Röntgen, PL und Dilutions-Untersuchung, Impfungen

 

3.) Feststellung der Zuchttauglichkeit der Hündin

 

4.) Vor dem Deckakt: Abstrich und Decktagbestimmung beim Tierarzt

 

5.) Fahrt,-und Aufenthaltskosten zum geeigneten Rüden der nicht selten 1000 km weit entfernt wohnt

 

6.) Deckgebühr an den Rüden

 

7.) Einige Tage nach dem Decken: Ulltraschall-Untersuchung

 

8.) Spezielles Futter für trächtige Hündinnen ( nicht im normalen Supermarkt/Futterhaus erhältlich )

 

9.) Mehrere tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen der trächtigen Hündin

 

10.) Wurfkiste, Rotlichtlampe, Welpenwaage, Tücher, Welpenmilch, Flaschen, Sauger, ect...

 

11.) Bei Problemen bei der Geburt: Kaiserschnitt, evtl Klinikaufenthalt der Mutter und Welpen

 

12.) Hausbesuche des Tierarztes nach der Geburt und die Untersuchung jedes einzelnen Welpen

 

13.) Spezielles Welpen-Aufzuchtfutter ( nicht im Supermarkt/Futterhaus erhältlich )

 

14.) Beantragung der Ahnentafeln beim Verein

 

15.) Regelmäßiges Entwurmen der Welpen, sowie Impfen und Chippen beim Tierarzt

 

16.) Wurfkontrolle und Wurfabnahme durch den Zuchtwart

 

17.) Starterpaket für die Welpenkäufer ( Halsband, Leine, Futter usw.. )

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Daher kostet ein Welpe mit Ahnentafel ( Papiere ) mehr, als ein Welpe ohne Ahnentafel.

 

Einen Wurf großzuziehen ist ähnlich einem 24 Stunden Job. Einer muss immer da sein. Mehrmals am Tag werden die Welpen und die Wurfkiste sauber gemacht. Alle 2 Stunden werden die Kleinen gefüttert und man muss regelmäßig mit ihnen spielen, sie an alltägliche Geräusche gewöhnen ( Staubsauger, Haarfön, Türklingel, Fernseher, Geschirrgeklapper usw. ) um eine optimale Sozialisierung zu gewährleisten. So manche Nacht wird durchgemacht, da die Welpen auch nachts gefüttert und saubergehalten werden müssen.

 

Da unsere Welpen alle bei uns im Haus aufwachsen und sie beim Heranwachsen zusehends mobiler werden, leiden nicht nur die Gardinen und Polstermöbel, sondern auch angeknabberte Tisch,-und Stuhlbeine müssen erneuert werden. Ganz abgesehen von zerfetzten Tapeten und zerkratzten Türen ect...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Welpen-Preisunterschiede und den Begriff "Hobbyzüchter" ein wenig erklären.

 

Der verantwortungsvolle und artgerechte Umgang mit den Tieren hat seinen Preis. Und jeder verantwortungsvolle Züchter wird Ihnen gerne das Muttertier zeigen und Ihnen auch zeigen wo die Welpen auf die Welt gekommen sind und wo/wie die Kleinen aufwachsen.

 

Also: achten Sie genau darauf bei welchem Züchter Sie Ihr neues Familienmitglied kaufen.

 

Denn: Nur wer billig "produziert" kann auch billig verkaufen. Den Preis zahlen in erster Linie die Tiere (niedrige Lebenserwartung), aber auch die neuen Besitzer. Denn diese kommen in den wenigsten Fällen wirklich preisgünstig davon (zahlreiche und kostspielige Tierarztbesuche.)